Produkt: Eichenrinde Botanischer Name: Quercus sessiliflora = Quercus robur
Ursprung
Europa
Gerbstoffzuordnung
Pyrokatechin Gerbstoffe (Phlobaphenbildner)
Spezifikationen (Alle Werte nach der Filtermethode)
| Gerbstoffgehalt % | 6-17% |
| Unlösliche Stoffe % | 71,0 |
| Zucker % | Ø 2,6 |
| Nicht-Gerbstoffe % | Ø 5,5 |
Beschreibung
Eichenrinde enthält 6-17% Gerbstoffe. Der Gerbstoffgehalt hängt vom Alter der Rinde und vom Erntezeitpunkt ab. Die Gerbstoffe haben eine adstringierende (zusammenziehende) Wirkung. Diese macht man sich zu Nutze bei der Anwendung der Eichenrinde bei Bädern, Umschlägen und Mundpinselungen. Auch Erkrankungen der Haut und der Schleimhäute, die mit starkem Juckreiz verbunden sind, können durch Eichenrindebäder unterstützend behandelt werden. Die Germanen verwendeten über den Winter gelagertes Eichenlaub zum Gerben der Felle von Opfertieren. Die gerbstoffreichere Eichenrinde wird bis heute als wichtigster Rohstoff zur Bereitung von Gerbbrühen verwendet.
Anwendungsgebiete
Mit Eichenrinde in der Lohgrube gegerbtes Leder ergibt ein sehr festes, zähes gelb-braunes Leder mit dunklem Schnitt und wird bis heute insbesondere für Schuhsohlen im höheren Preissegment und im Gesundheitsschuhbereich verwendet. Aufgrund der sehr langen Produktionszeit dieses Leders sind die Herstellkosten verhältnismäßig hoch.
Verpackung
Lose im Container oder anderer geeigneter Transportform. Verpackungsgröße auf Anfrage.
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